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Berufliche Integration und Teilqualifikation

Im folgenden erläutern wir die Maßnahme zur beruflichen Integration, die entweder über den Zeitraum eines Jahres oder eines halben Jahres läuft.

 


Zu vermittelnde Tätigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse
Ermittlung, Förderung und Prägung sozialer Kompetenz und Schlüsselqualifikationen, parallel zu einer berufsbezogenen praktischen Projektbearbeitung und Vermittlung von beruflichen Basiswissen.

  • Wecken und stärken der "Soft Skills", wie Teamgeist, kommunikative Fähigkeiten und gute Umgangsformen.
  • Finden und stärken der individuellen Persönlichkeitsmerkmale, der sog. Schlüsselqualifikationen durch Erstellen eines Kompetenzprofils, das die Grundlage für die Entwicklung beruflicher und sozialer Eingliederungsstrategien und individueller Förderpläne bietet: Interessen, Neigungen, haptile Fähigkeiten, und intellektuelle Wendigkeit. Durchsetzungsfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Entscheidungsstärke, Initiative, Problemlösungsfähigkeit Verantwortungsbewusstsein und –bereitschaft usw.
  • Qualifizierungsbausteine ermöglichen, notwendige Kompetenzen zu erlangen (Bsp. Lese-Rechtschreibtraining, Mathetraining, Vorbereitung auf Hauptschulabschluss)
  • Information bzw. Bewusstseinsförderung zu einer eigenen Meinungsbildung bei Themen wie gesellschaftliche Freiräume und Grenzen, Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Toleranz und Demokratie in Europa. Aber auch Themen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes, des Umwelt- und Naturschutzes im Arbeits- und Berufsleben, Bewusstmachung geschlechtsspezifischer Thematiken (Berufswahl, unterschiedliche Bedürfnisse)
  • berufliches Basiswissen in dualen Unterrichtseinheiten. Während der 22 Wochen werden ergänzend zum o.e. Sozialisierungsprozess in dualer Form (Kombination zwischen Theorie und Praxis) den jungen Menschen berufliches Basiswissen gegeben, Entscheidungshilfen zur Berufswahl angeboten und durch die Tätigkeit in Unternehmen praktische Arbeitsprozesse erlernt und geübt.
    • Schulung und praxisbezogene Unterweisung, (2 Tage pro Woche) in knappen und sehr praxisbezogenen Schulungseinheiten werden Inhalte aus den Ausbildungsrahmenplänen vermittelt. Dazu ungeachtet der beruflichen Entscheidung Tastschreiben am PC, PC-Wissen, Korrespondenz, Kommunikation, Telefonieren, sicheres Auftreten, Umgang mit Vorgesetzten, KollegInnen und Dritten.
    • Training on the Job, parallel erfüllt der/die TeilnehmerIn reale Arbeitsprozesse in der vorgesehenen eigenen Juniorenfirma. Korrespondenz, Telefonieren, Recherchieren, Verwaltungsaufgaben, Ablage und klassische Büroarbeiten. Diese Arbeit erfolgt unter Beobachtung und Anleitung von Ausbildern und Ausbildungsbeauftragten während der 2 Tage Schulungseinheit
  • Projektarbeit Übungsfirma. Während der 22 Wochen verwaltet die Gruppe der TeilnehmerInnen in Projektarbeit eine Juniorenfirma mit eigenem Internetauftritt. Hierbei werden letztlich fast alle Themen einer verwaltungstechnischen und wirtschaftorientierten Aufgabenstellung angesprochen, die obigen Themen einbindet, demokratische Entscheidungsprozesse initiiert und soziale Kompetenz erleben lässt. Zudem wird eine starke Beziehung zueinander geknüpft und während der Praxisphase ein Forum zur internen Kommunikation und zum Berichtswesen geschaffen.
    Jede/r MaßnahmeteilnehmerIn bringt ein Tätigkeitsbestandteil, ein zu verkaufendes Produkt in die Juniorenfirma ein und bemüht sich aktiv um sein/ihr Absatztool. Auf diese Weise entsteht eine Präsentationsfläche / Marktplatz der mitwirkenden Unternehmen. Darüber hinaus und nicht zuletzt dienen die Inhalte des Webauftrittes der Juniorenfirma als Forum für die Betroffenen, Lern-unterstützung durch E-Learning-Tools, Formularwesen sowie Berichtsabfassung, schriftliche Tests und einer kontinuierlichen Tätigkeitsbewertung.
  • Bewerbungstraining und –coaching. Während der Unterrichtstage wird ein Bewerbungstraining angesetzt. Gemeinsam werden Unternehmen zur Bewerbung herausgesucht, Bewerbungsschreiben formuliert, Unterlagen zusammen gestellt und versendet. Die TeilnehmerInnen werden auf Bewerbungsgespräche vorbereitet und unterstützt.

Praktikums- / Ausbildungsstätte und Schulungsräume

  • Büroräume am Hügelhof 97 als Mittelpunkt der Aktivitäten sowie partnerschaftlich verbundene Unternehmen in der Umgebung. In Form eines Netzwerkes werden die mitwirkenden Unternehmen in das Gesamtprojekt eingebunden. Der Praxisplatz bietende Betrieb wird als Modul eines Ganzen verstanden und unterstützt über die Mitwirkung die Juniorenfirma. Vergleiche hierzu anliegendes Schaubild.

  • Schulungsräume werden uns durch verschieden Institutionen wie Schulen, Hochschulen und Unternehmen in Pfullendorf, Herdwangen und Überlingen angeboten. Hierbei spielt natürlich auch eine vernünftige Verkehrsanbindung eine Rolle. Im Falle, dass es notwendig wäre eine Kinderbetreuung zu ermöglichen, wäre auch diese gewährleistet. Ferner ist ebenso ein Transfer organisierbar.
    Schulungsinhalte und das dazugehörige Team ergibt sich aus der Anlage

Tätigkeit in Unternehmen
Die Vorgaben an die beteiligten Unternehmen orientieren sich an den Ausbildungsrichtlinien der einzelnen Berufsbilder und sind explizit formuliert.

Zielgruppe

  • Benachteiligte Jugendliche; SchülerInnen die den Hauptschulabschluss in Förderschulen, Schulen der erweiterten Bildungswege erzielt haben BVJ-AnwerberInnen und BVJ-AbsolventenInnen.  Jugendliche ohne Schulabschluss.

  • Arbeitslose junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren ohne Berufsabschluss, die bislang nicht in eine Ausbildung vermittelt werden konnten

Bescheinigung, Zertifikat
Am Ende der Bildungsmaßnahme erhält der/die TeilnehmerIn nach Erfüllen einer Leistungsfeststellung durch eine Abschlussprüfung ein Zeugnis bzw. eine Teilnahmebescheinigung.


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